Geschichtsgruppe 3. Februar 2022

90 Jahre – 19 Jahre

Im Rathaus brennt noch Licht
Im Rathaus brennt noch Licht

Weit vor der Zeit – 17:54 Uhr – eröffnet Ingobert Rost unsere heutige coronakonforme und aus elf Mitgliedern bestehende Runde.
Er nennt die entschuldigten Mitstreiter und gratuliert noch einmal nachträglich Inge Wolf zum 90. Geburtstag. Die Jubilarin hat es sich nicht nehmen lassen, einen üppigen Imbiss auszurichten, dessen mengenmäßiger Verzehr bis zum gesamten Aufbrauch von den Anwesenden nur mit Mühe geschafft wurde.
Alsdann stellt Ingobert Rost einen Interessenten und Besucher vor, der durch seine Jugend (19 Jahre) den Altersdurchschnitt der Geschichtsgruppe sprengt, im positiven Rahmen freilich: Tilman Biener. Dieser stellt sich jetzt noch einmal selbst vor, erläutert seine Beweggründe und sein Interesse an der Geschichtsgruppe und an der Historie des Ortes.
Nicht nur Gerd Arnold, der es ausspricht, auch alle anderen im Raum hoffen, dass wir ihn in Zukunft öfter hier begrüßen können. Herzlich willkommen, Tilman! 

Ortsbeschilderung

Ingobert Rost zeigt zwei Entwürfe für neue Tafeln der historischen Ortsbeschilderung. Zum einen soll das Schild an der Luther-Eiche erneuert werden. Es soll die gleiche kleine Ausführung wie bisher haben, hier geht es vor allem um Korrekturen. Zustimmung durch die Runde.
Neu wird ein großes Schild an der Mühlberg-Brücke sein. Der Textvorschlag hier ist deutlich umfangreicher und es ergab sich eine Diskussion. Weniger um den Text, sondern um dort genannte Gegebenheiten, die teilweise heute noch (schwer) zu finden sind. Aber freilich auch hier am Ende Zustimmung.

Streckenkenntnis

Und weiter Ingobert Rost: Er erinnert an die Eisenbahnlinie durch Einsiedel, die bald 150 Jahre alt wird und zitiert einen heiteren Artikel von einer Bahnfahrt ebenda unter dem 16. Oktober 1875.
Aber das alles war jetzt die Überleitung zum Vortrag von unserem Eisenbahnexperten Silvio Müller.

Silvio Müller von der Einsiedler Geschichtsgruppe
Gerhard Wagners würdiger Nachfolger: Silvio Müller

Dieser geht in der Geschichte weit zurück, ins Jahr 1865. Die „Voreisenbahnzeit“, d.h. die Vorbereitungen zum Trassenbau mit Rentabilitätsrechnung und anderem.
Es nennt Zahlen und Statistiken im Vergleich der Jahre 1931 und 1992, zeigt Gleispläne, Fotos und andere Unterlagen.
Auch Vergleichsbilder vor, während und nach dem Umbau der Bahnstrecke können betrachtet werden. Diese sollten eigentlich bei Feierlichkeiten zur Wiedereröffnung der Bahnstrecke ausgestellt werden, was dann aber coronabedingt ins Wasser fiel. Eine nachgeholte Feier soll irgendwann stattfinden … viele äußern Zweifel. Falls doch, werden diese „Umbau-Aufnahmen“ wohl zu sehen sein.

Silvio Müller erklärt dann noch den Zustand des großen Bahnübergangs in der Ortsmitte mit viel zu langer Schließzeit und dass bzw. warum dieser BÜ wieder besetzt ist. Auf alle Fälle wird der Status quo hier wohl noch eine lange Zeit bestehen.
Es entsteht jetzt eine Diskussion, die ausschweift, aber im „Bahnrahmen“ bleibt, z.B. warum das Stellwerk 1 trotz Abbruchgenehmigung immer noch steht.
Und die Tarife werden ausdiskutiert – selbstverständlich ergebnislos.

19:46 Uhr gibt Ingobert Rost Signal Zp 9 (Abfahren).

Carsten Claus (auch Foto)
5. Februar 2022

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